Stop Motion Studio für iOS

Stop Motion Studio für iOS

Das mächtigste Animationsprogramm das es je auf einem Mobilgerät gab. Erstelle atemberaubende Stop-Action-Filme, wo immer Du bist.

Erste Schritte

Was ist Stop Motion?

Wenn du diese App heruntergeladen hast, dann hast du vermutlich schon eine Idee, was Stop Motion Animation bedeutet. Stop Motion ist eine Filmtechnik die verwendet wird, um Objekten Leben einzuhauchen. Du kannst damit vor laufender Kamera Plastilinklumpen bewegen, deine Spielzeugfiguren die wildesten Abenteuer erleben lassen und tolle Filmeffekte realisieren. Bekannte Filme wie Coraline oder Wallace & Gromit wurden mit dieser Technik gefilmt. Bevor Spezialeffekte am Computer möglich waren, wurden mit Stop Motion ikonische Szenen wie etwa die Dinosaurier bei Jurassic Park oder die Raumschiffe und Kampfmaschinen von Star Wars erschaffen.

Aber wie funktioniert Stop Motion nun? Eine normale Filmkamera nimmt schnell nacheinander Bilder auf, meistens zwischen 24 und 30 Bilder pro Sekunde. Werden diese Bilder schnell hintereinander abgespielt, sieht es für uns wie eine durchgehende Bewegung aus. Wenn du nun mit Stop Motion einen Film erstellst, gehst du genau so vor. Du fotografierst deine Figur, bewegst sie ein kleines Stück und machst ein zweites Foto. Das wiederholst du so lang, bis die Figur an ihrem Ziel angekommen ist. Werden die Bilder hintereinander abgespielt, dann sieht es aus, als würde sich die Figur wie von Geisterhand selbst bewegen.

Das Projekt starten

Mit der Stop Motion Studio App bist du bereits bestens für dein Stop Motion Filmprojekt ausgerüstet. Du brauchst nur noch eine gute Idee und die passenden Objekte und Figuren für deinen Film. Dafür kannst du beispielsweise Knetmasse, LEGO®, Playmobil® oder selbstgemachte Figuren aus Papier verwenden. Baue dein Set am besten an einem Ort, wo du ungestört für längere Zeit daran arbeiten kannst – idealerweise ohne Tageslicht und dafür mit künstlichem Licht beleuchtet, damit sich die Beleuchtung während des Drehs nicht verändert.

Bevor du startest, solltest du noch darauf achten, dass dein Smartphone oder Tablet gut fixiert auf das Set ausgerichtet ist. Es darf sich während deiner Arbeit nicht bewegen, sonst wird der Film verwackelt. Am besten verwendest du dafür ein Stativ.

Wenn du bereit bist, startest du die Stop Motion Studio App und tippst in der Projektübersicht auf um dein erstes Projekt zu erstellen.

Und Action!

Dein Projektfenster ist zu Beginn noch leer. Um mit den ersten Aufnahmen zu starten, tippe auf . Überprüfe noch einmal, ob das Bild deinen Vorstellungen entspricht und das Smartphone gut fixiert ist. Dann kannst du dein erstes Foto machen! Bewege die Figuren ein kleines Stück und mache das nächste Foto. Je kleiner die Bewegungen zwischen den Bildern, desto weniger ruckelt der fertige Film.

Viele Stop Motion Filme werden mit 12 Bildern pro Sekunde aufgenommen, das ist genau die Hälfte von der Bildrate eines normalen Kinofilmes. Wenn du also willst, dass eine Bewegung eine Sekunde dauert, dann musst du diese Bewegung über 12 Bilder aufteilen. Die Bildrate ist immer ein Kompromiss zwischen Aufwand und flüssigen Bewegungen. Wenn du weniger oder mehr Bilder pro Sekunde aufnehmen willst, kannst du die Bildrate in den Projekteinstellungen anpassen.

Als Hilfestellung für das Animieren kannst du in der Kameravorschau ein Raster einblenden oder die Funktion Onion Skin verwenden. Bewege dazu den Transparenzregler nach unten, um das zuvor aufgenommene Bild leicht über die aktuelle Kameravorschau zu legen. So siehst du, wie sehr sich das Bild schon verändert hat und wie weit du die Figur noch bewegen musst.

Tipp: Achte darauf, dass du die Kamera während der Szene nicht bewegst. Du kannst die mitgelieferten Kopfhörer anstecken und mit dem Lautstärke-Knopf die Kamera auslösen oder die Apple Watch App verwenden - so musst du die Kamera weniger berühren!

Weiterführende Kameraeinstellungen

Du kannst noch mehr aus deinen Bildern machen, wenn du dich etwas mit den Kameraeinstellungen beschäftigst. Standardmäßig ist der AUTO Modus aktiviert, in dem die Kamera automatisch die Schärfe und Helligkeit für dich steuert. Das ist für Anfänger ideal, weil jedes Bild sicher richtig belichtet und scharf ist. Da die Kamera diese Einstellungen aber zwischen den Bildern unkontrolliert ändert, führt das zu Lichtflackern und vielleicht ungewollten Änderungen in der Schärfe. Wenn du dich also damit wohl fühlst, einige Einstellungen manuell festzulegen, solltest du einen anderen Kameramodus auswählen.

  • AUTO: Die Kamera passt kontinuierlich den Fokus und die Belichtung für dich an.
  • AL: Im „Automatisch Gesperrt“ Modus kannst du durch tippen auf den Bildschirm die Schärfe und Belichtung festlegen und sperren.
  • P: Im „Belichtung Gesperrt“ Modus kannst du die Schärfe durch tippen auf den Bildschirm setzen und die Helligkeit über die Belichtungskorrektur manuell festlegen.
  • M: Im manuellen Modus hast du mit Schiebereglern volle Kontrolle über alle Kameraeinstellungen: Belichtungszeit, ISO und Fokus. Wähle diesen Modus, wenn du dich mit diesen Einstellungen gut auskennst und Flackern im Film so gut es geht verhindern willst.

Sobald du den P oder M Modus auswählst, hast du außerdem die Möglichkeit, den Weißabgleich manuell festzulegen. Dies beeinflusst die Farbtemperatur, also ob das Bild eher gelb oder eher blau aussieht. Wähle hier eine Einstellung, bei der ein weißes Blatt Papier auf dem Bildschirm wirklich weiß aussieht und nicht blau oder gelb.

Wenn nötig, kannst du mit der Zoom-Funktion in die Szene hineinzoomen. Dadurch verlierst du allerdings an Bildqualität, also setze diese Funktion nur ein, wenn es nicht anders geht.

Mit dem Intervall Modus kannst du die Kamera automatisch in festgelegten Abständen auslösen lassen. Tippe dazu in der Kameraansicht auf das Timer Symbol und wähle das gewünschte Zeitintervall in Sekunden. Damit kannst du beispielsweise Zeitraffervideos machen.

Den Film bearbeiten

Der Filmeditor

Der Editor-Bildschirm ist die zentrale Übersicht über dein aktuelles Projekt. Hier hast du Zugriff auf alle Einstellungen, deine bisher aufgenommenen Bilder und die Filmvorschau. Das Herzstück dieser Ansicht ist das Vorschaufenster, in dem du das aktuelle Bild siehst. Auf dem Bildschirm stehen außerdem Buttons für verschiedene Einstellungen und Funktionen zu deiner Verfügung. Hier kannst du etwa in den Aufnahmemodus wechseln oder mit der Play-Taste den Film wiedergeben.

Die Projekteinstellungen sind der zentrale Ort für alle Einstellungen, die das ganze Projekt betreffen.

Die Bildrate

Tippe um die Geschwindigkeit zu ändern, in der deine Bilder wiedergegeben werden. Diese Einstellung wird Bildrate genannt oder FPS (aus dem Englischen: frames per second). Ein Kinofilm hat normalerweise 24 Bilder pro Sekunde, normale Videos oder das Fernsehen werden in Europa mit 25 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet. Stop Motion Filme werden meistens mit einer niedrigeren Bildrate aufgenommen. Mit der Standardeinstellung von 12 Bildern pro Sekunde bekommst du schon ein flüssiges Ergebnis mit dem typischen Stop Motion Look. Mache vielleicht zu Beginn ein paar Testaufnahmen um herauszufinden, mit welcher Einstellung du zufrieden bist. Je höher deine gewählte Bildrate ist, desto kleiner müssen die Bewegungen der Figuren zwischen den Bildern sein.

Qualität und Format

Weitere wichtige Einstellungen, die du dir zu Beginn deines Projektes überlegen solltest, sind die Qualität und das Format, also die Auflösung und das Seitenverhältnis deiner Bilder. Tippe auf 4K, um die Auflösung einzustellen. Bitte beachte, dass diese Einstellung nur neue Bilder betrifft und keine Bilder, die du bereits aufgenommen hast.

  • SD: Die Bilder werden in niedriger Qualität aufgenommen, um Speicherplatz zu sparen.
  • HD: Aufnahme in normaler HD Qualität.
  • HQ: Aufnahme in besserer HD Qualität, benötigt mehr Speicherplatz.
  • 4K: Aufnahme in Ultra HD mit der vierfachen Auflösung von HD. Diese Einstellung liefert die beste Qualität, benötigt aber deutlich mehr Speicherplatz.

Tippe auf , um das Seitenverhältnis deines Filmes auszuwählen. Vorausgewählt ist das Standardverhältnis von 16:9, mit dem dein Film ohne schwarze Balken auf den meisten Fernsehern und Computerbildschirmen wiedergegeben werden kann. Wenn du einen außergewöhnlicheren Look für deinen Film haben willst, kannst du ein anderes Seitenverhältnis wählen wie etwa das sehr breite Kinoformat von 2.35:1 oder Quadrat.

Tipp: Während du an einem Projekt arbeitest, siehst du das gewählte Seitenverhältnis im Vorschaufenster durch eine halbtransparente schwarze Maske. Die Bilder werden weiterhin in 16:9 aufgenommen, du kannst also das Seitenverhältnis nachträglich noch anpassen. Erst beim Export wird dieser abgedunkelte Bereich dann abgeschnitten, somit hat der fertige Film genau das gewählte Seitenverhältnis.

Wiedergabeeinstellungen

Im letzten Einstellungsmenü kannst du verändern, wie dein Projekt wiedergegeben wird, wenn du die Vorschau abspielst.

  • Nur die letzten Bilder abspielen: Wenn aktiviert, werden beim Abspielen nur die letzten paar Bilder wiedergegeben. Das ist praktisch, wenn dein Projekt schon sehr lang ist und du nur die letzten Momente deiner Animation überprüfen möchtest.
  • Als Schleife abspielen: Dein Projekt wird so lange in einer Schleife abgespielt, bis du die Pause-Taste antippst.

Die Zeitleiste

In der unteren Bildschirmhälfte des Editor-Bildschirms findest du die Zeitleiste mit allen in diesem Projekt aufgenommenen Bildern. Du kannst durch die Leiste scrollen und vorige Bilder ansehen. Wenn du auf ein Bild tippst, erhältst du ein Menü mit erweiterten Einstellungen zu diesem Bild. Durch einen Doppelklick auf die Zeitleiste wird diese ausgezoomt und du hast einen besseren Überblick über längere Projekte.

Das aktuell ausgewählte Bild, das du auch im großen Vorschaufenster siehst, wird durch den farbigen Wiedergabemarker gekennzeichnet. Darin findest du auch zwei Zahlen, die erste steht für die fortlaufende Nummer dieses Bildes in deinem Projekt, die zweite Zahl zeigt dir die gesamte Zahl an Bildern im Projekt.

Das letzte Bild in der Zeitleiste ist grau und hat ein Kamera-Symbol – dieses Bild ist ein Platzhalter für das nächste Bild, das du im Kameramodus aufnimmst. Wenn du dein nächstes Bild nicht am Ende einfügen willst, kannst du diesen Platzhalter auch verschieben. Scrolle dafür in der Zeitleiste an die gewünschte Stelle, tippe auf das Vorschaubild und wähle dann im Optionsmenü „Kamera einfügen“. Alle neuen Fotos, die du aufnimmst, werden nun an dieser Stelle in dein Projekt eingefügt.

Bild-Optionen

Du hast in den Bild-Optionen noch weitere praktische Werkzeuge zur Verfügung, zu einigen davon findest du am Ende dieser Anleitung im Funktionen für Experten Abschnitt noch detaillierte Beschreibungen.

  • Pause: Wähle die Anzahl an Bildern, für die dieses Bild pausiert werden soll. Das ist praktisch wenn du eine statische Szene länger zeigen möchtest, aber nicht manuell mehrere Bilder machen willst. Die Dauer der Pause wird anschließend als kleine Zahl im Vorschaubild angezeigt. Du kannst die Dauer auch nachträglich immer wieder anpassen.
  • Ton: Fügt an dieser Stelle des Filmes einen Audioclip ein. Bilder mit angehängtem Audio erkennst du am kleinen Musik-Symbol im Vorschaubild.
  • Bearbeiten: Öffnet den Bild-Editor, mit dem du das Bild nach deinen Vorstellungen bearbeiten kannst.
  • Radieren: Entferne ungewünschte Teile aus deinem Bild, etwa Schnüre oder andere Animations-Hilfsmittel.
  • Verschmelzen: Blende das aktuelle und vorige Bild ineinander, um die Illusion einer schnellen Bewegung zu erzeugen.
  • Auswählen: Wähle diese Option und bewege die Zeitleiste dann vor oder zurück, um mehrere Bilder auszuwählen. Ausgewählte Bilder kannst du dann gemeinsam bearbeiten.
  • Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, Löschen: Diese praktischen Werkzeuge können mit dem Auswählen Werkzeug auch auf mehrere Bilder gleichzeitig angewandt werden.
  • Umkehren: Wähle zuerst mehrere Bilder aus, um dieses Werkzeug zu aktivieren. Anschließend kannst du mit einem Klick die Reihenfolge aller ausgewählten Bilder umkehren.

Damit du bei einem langen Projekt nicht den Überblick verlierst, kannst du die Zeitleiste in eine kleinere Ansicht zoomen. Doppeltippe dafür auf eine beliebige Stelle in der Zeitleiste. Du siehst nun nicht mehr jedes einzelne Bild, sondern eine Übersicht über das Projekt und die Tonspuren. Der Ton wird durch die Wellenform unterhalb der Bilder dargestellt. Niedrige Werte stehen für leise Töne, und hohe Spitzen stellen laute Töne dar. Kleine blaue Punkte zeigen dir den Beginn einer Tonspur.

Du kannst ganz einfach und schnell durch dein Projekt navigieren, indem du die Zeitleiste scrollst. Du siehst eine Live-Vorschau im Vorschaufenster und kannst so schnell die gewünschte Stelle in deinem Film finden.

Musik und Toneffekte

Audio hinzufügen

Wenn du mit dem Aufnehmen der Bilder fertig bist, dann bist du zwar schon weit gekommen, aber dein Projekt ist noch nicht fertig. Es fehlt noch – du hast es erraten – der Ton! Denn was wäre ein Film ohne passende Filmmusik, Toneffekte und natürlich Stimmen?

Stop Motion Studio kommt mit einer integrierten Sound-Bibliothek mit vielen Geräuschen und Musikstücken, die du in deinem Projekt verwenden kannst. Um eine Audiospur hinzuzufügen bewegst du die Zeitleiste zuerst an die Stelle, an der das Geräusch beginnen soll. Tippe dann auf den Medien hinzufügen Button , und dann auf Audio. Nun hast du eine Übersicht über alle Audioquellen:

  • Aufnahmen: Hier findest du Tonaufnahmen, die du davor in diesem Projekt aufgenommen hast.
  • Titelmusik: Eine Sammlung an Musikstücken, die du in deinem Projekt verwenden kannst.
  • Toneffekte: Geräusche und Toneffekte, die du in deinem Projekt verwenden kannst.
  • Importiert: Alle Audiodateien, die du manuell importiert hast. Um neue Dateien von iCloud Drive oder Dropbox zu importieren, tippe auf den Importieren Button rechts oben.
  • Mediathek: Hier findest du deine Musikbibliothek. Beachte jedoch, dass einige Dateien grau und nicht auswählbar sind. Diese Dateien sind mit einem Kopierschutz versehen und können nicht in deinem Filmprojekt verwendet werden.

Tippe auf das Play-Symbol um eine Vorschau anzuhören. Wenn du zufrieden damit bist, tippe auf den Namen der Datei, um sie zum Projekt hinzuzufügen. Wenn du eine neue Audiodatei an der selben Stelle hinzufügst, wird die alte Datei ersetzt. Falls du zwei Clips gleichzeitig wiedergeben willst, kannst du die zweite Datei einfach beim nächsten Bild hinzufügen – der Unterschied ist so klein, dass du ihn nicht hören wirst.

Audio aufnehmen

Du kannst Audio, wie beispielsweise die Stimmen deiner Charaktere, direkt in der Stop Motion App aufnehmen. Um eine neue Spur aufzunehmen, scrolle die Zeitleiste an die gewünschte Stelle in deinem Projekt. Tippe auf den Audio aufnehmen Button um den Audiorecorder zu öffnen. Achte darauf, dass du an einem ruhigen und ungestörten Ort bist. Wenn du bereit bist, tippe auf Aufnehmen. Nach einem dreisekündigen Countdown beginnt die Aufnahme. Dein Film läuft dabei im Hintergrund mit, damit du deine Aufnahme an die Bilder anpassen kannst. Wenn du fertig bist, tippe auf Anhalten. Du kannst dir die Aufnahme anhören und, wenn du zufrieden bist, mit einem Tippen auf Fertig zum Projekt hinzufügen.

Audio bearbeiten

Nachdem du sie zum Projekt hinzugefügt hast, kannst du die Audioclips bearbeiten. Wähle dafür in der Zeitleiste das Bild aus, an das die Audiospur angehängt ist (du erkennst Bilder mit Audiospuren an dem kleinen Symbol). Tippe dann auf das Bild und in den Bildeinstellungen auf Ton. Es öffnet sich eine Übersicht der Tonspur mit verschiedenen Werkzeugen. Um die Länge der Spur zu verändern, wähle den Schneiden Modus und ziehe die Marker von Anfang und Ende an die gewünschte Stelle. Anschließend kannst du im Ein- und Ausblenden Modus den Ton am Anfang und Ende sanft lauter und leiser werden lassen. Ziehe dafür einfach die Marker in den Clip, je nachdem wie lang der Übergang dauern soll.

Oberhalb des Audioclips findest du noch Symbole mit weitern Werkzeugen:

  • Lautstärke: Ziehe den Regler nach rechts oder links, um die Lautstärke der Audiospur anzupassen.
  • Tempo: Passe die Geschwindigkeit der Audiospur an. Negative Werte verlangsamen die Spur, positive Werte machen sie schneller.
  • Effekte: Verzerre deine Stimme mit lustigen Effekten, um sie wie ein Roboter oder Alien klingen zu lassen.

Der letzte Feinschliff

Titel und Abspann hinzufügen

Dein Film ist nun fast fertig! Du hast tolle Bilder aufgenommen und mit Musik und Tonaufnahmen hinterlegt. Jetzt fehlen nur noch ein paar Effekte und vor allem der Titel und Abspann – schließlich willst du ja auch allen Zusehern zeigen, wie dein Meisterwerk heißt und wer es gemacht hat!

Was wäre ein Film ohne Titel? Scrolle deshalb in der Zeitleiste an die Stelle, an der du den Titel einfügen willst und tippe dann auf das Symbol. Wähle Titel und Abspann aus, um zur Übersicht über alle verfügbaren Vorlagen zu gelangen. Wenn dir ein Stil gefällt, tippe darauf um in die Bearbeitungsansicht zu gelangen. Hier kannst du den Text bearbeiten und die einzelnen Elemente nach deinen Wünschen verändern. Um den Platzhaltertext durch deinen eigenen Filmtitel zu ersetzen, wähle rechts in der Ebenenübersicht die Ebene, die den Text enthält. Mach dann einen Doppeltipp auf den Text im Vorschaufenster, um die Tastatur zu öffnen. Wenn du den Text eingegeben hast, kannst du die Tastatur mit einem Tippen auf Fertig wieder schließen. Du kannst auch die Position und Größe des Textes ändern. Verkleinere das Element mit zwei Fingern oder tippe und ziehe das Element an einen andere Stelle.

Mehr zum Bearbeitungsmodus findest du im Abschnitt Funktionen für Experten.

Vordergründe und Effekte

Mit Stop Motion Studio kannst du ein Bild als Vordergrund für deinen Film festlegen, mit dem du den Film beispielsweise wie eine Unterwasserszene oder ein Abenteuer im Weltall aussehen lassen kannst.

Öffne dazu die Projekteinstellungen und tippe auf . Du findest eine Auswahl an vordefinierten Bildern, du kannst aber auch ein eigenes Bild importieren. Tippe dazu auf Importieren und wähle ein Foto aus deiner Galerie, iCloud Drive oder Dropbox. Stelle sicher, dass dein Bild als PNG und mit Transparenz gespeichert ist, sonst versteckst du deinen Film vollständig dahinter.

Einblenden und Ausblenden

Gib deinem Film ein professionelleres Aussehen, indem du am Anfang von schwarz einblendest und/oder am Ende zu schwarz ausblendest. Tippe in den Projekteinstellungen auf und wische durch die Einstellungen, um Einblenden, Ausblenden oder Ein- und Ausblenden auszuwählen.

Bildeffekte

Lege einen Filter über deinen Film, um ihm ein besonderes Aussehen zu verleihen. Es gibt Filter die dein Material wie einen alten Film oder wie von einer Wärmebildkamera aussehen lassen, oder du kannst deinen Film spiegeln oder verpixeln. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Um zu den Effekten zu gelangen, öffne die Projekteinstellungen und tippe auf das Symbol. Scrolle dann durch die Liste, um eine Vorschau des Effekts zu sehen. Wenn du zufrieden bist, tippe auf Fertig.

Exportieren und teilen

Nun ist der große Moment gekommen. Dein Meisterwerk ist fertig und wartet nur noch darauf, veröffentlicht zu werden. Du kannst den Film direkt aus der Stop Motion Studio App auf verschiedene Plattformen hochladen oder in deinem gewünschten Format exportieren.

Wenn du dein Projekt noch geöffnet hast, dann navigiere zuerst mit dem Pfeil links oben aus dem Projekt heraus. Durch ein langes tippen auf dein Projekt erhälst du eine Reihe von Werkzeugen.

Du kannst eine Vorschau deines Projektes erzeugen, es duplizieren oder löschen. Die wichtigste Funktion in diesem Moment ist aber der Teilen Button. Hier kannst du nun die Form auswählen, in der du deinen Film exportieren willst.

  • Teile Film*: Dies ist die wichtigste Funktion, hier exportierst du dein Meisterwerk als Filmdatei.
  • Animiertes GIF Bild: Exportiert deinen Film als animierte GIF Sequenz, die du dann an deine Freunde schicken oder als iMessage Sticker exportieren kannst.
  • Alle Bilder: Exportiert jedes einzelne Bild deines Filmes als JPEG, die Bilder werden der Reihe nach durchnummeriert (Frame-00001.jpg, Frame-00002.jpg und so weiter). Wähle diese Option, wenn du die Bilder auf dem Computer noch weiter bearbeiten willst.
  • Daumenkino: Generiert eine PDF Datei, die du dann ausdrucken und als Daumenkino ansehen kannst.
  • Projekt: Hier kannst du die Projektdatei exportieren, etwa wenn du eine Sicherungskopie aufbewahren willst oder wenn du dein Projekt an einem anderen Gerät oder deinem Mac fortsetzen willst. So kannst du dein Projekt auch von der kostenlosen Version in die Pro Version von Stop Motion Studio exportieren.

Nachdem du eine der Optionen ausgewählt hast, kannst du nun den Ort auswählen, an den du die Datei exportieren willst. Du kannst den Film etwa per AirDrop direkt an deinen Mac oder ein anderes iOS Gerät schicken. Je nachdem welche Apps du installiert hast, kannst du den Film auch direkt auf YouTube oder Dropbox laden oder ihn mit deinen Freunden über Nachrichten, WhatsApp, Telegram oder Messenger teilen. Mit Video sichern kannst du deinen Film in der Fotos App abspeichern.

Green Screen

Stop Motion Studio bietet neben den Standardfunktionen auch eine Reihe von Funktionen für fortgeschrittene Nutzer. In diesem Kapitel erfährst du, wie du deine Stop Motion Filme auf das nächste Level bringst!

Der Green Screen ist eine Filmtechnik, die bei professionellen Filmdrehs sehr oft verwendet wird. Dabei werden die Schauspieler vor einem einfärbigen grünen oder blauen Hintergrund aufgenommen. Diese Farbfläche wird dann in der Nachbearbeitung durch einen beliebigen Hintergrund ersetzt. So können Schauspieler auf einem anderen Planeten, fliegend oder an jedem nur erdenklichen Ort platziert werden.

In Stop Motion Studio ist diese Funktion direkt eingebaut, du musst nur dein Filmset entsprechend vorbereiten. Sieh dir zuerst deine Figuren und in der Szene platzierten Objekte an. Verwende für den Hintergrund dann die Farbe (grün oder blau), die in der Szene nicht oder am wenigsten vorkommt. Wenn dein Charakter eine blaue Hose angezogen hat, dann solltest du einen grünen Hintergrund verwenden – ansonsten schwebt deine Figur danach ohne Beine umher!

Platziere nun den passenden farbigen Hintergrund, etwa ein Tuch oder ein großes Blatt Papier. Um die besten Ergebnisse zu bekommen solltest du darauf achten, dass die Fläche faltenfrei und gleichmäßig beleuchtet ist.

Wenn alles bereit ist, wechsle in deinem Projekt in den Kameramodus. Öffne die Kameraeinstellungen und wähle die Green Screen Kamera aus. Es erscheinen einige weitere Menüpunkte mit speziellen Einstellungen.

Wähle zuerst in den Farbeinstellungen aus, ob du einen grünen oder blauen Hintergrund entfernen willst. Als nächstes kannst du im Hintergrund Menü das Bild auswählen, das als neuer Hintergrund angezeigt werden soll. Du kannst ein eigenes Bild importieren oder eines der mitgelieferten Motive verwenden. Zum Schluss kannst du bei der Empfindlichkeit noch einstellen, wie empfindlich die Kamera auf die Farbe reagieren soll. Bewege den Regler nach oben und unten, bis du mit der Bildvorschau zufrieden bist.

Wenn alles eingestellt ist, kannst du ganz normal mit der Animation beginnen und Bilder aufnehmen.

Die Remote Kamera App

Mit dieser praktischen Funktion kannst du deine Bilder kabellos mit einem anderen Gerät aufnehmen. So kannst du beispielsweise dein Projekt auf dem großen Bildschirm eines iPads steuern und ansehen, während das iPhone in der Szene platziert ist und als Kamera dient. So läufst du nicht Gefahr, deine Kamera beim Auslösen unabsichtlich zu verschieben, und du kannst das Vorschaubild bequem betrachten, während die Kamera unerreichbar inmitten des Sets steht.

Lade die kostenlose Remote Kamera App auf einem anderen iOS Gerät herunter, das du als Kamera verwenden willst. Starte die App und positioniere das Gerät im Set. Wechsle nun in Stop Motion Studio in die Kameraansicht und wähle in den Kameraeinstellungen den Namen des Gerätes mit der Remote Kamera App.

Wenn die gewünschte Remote Kamera nicht in der Liste aufscheint, tippe in der Kameraauswahl auf Konfigurieren, um manuell die Adresse einzugeben, die in der Remote Kamera App angezeigt wird.

WLAN-fähige Sony Kameras

Um eine Sony Kamera zu verbinden, muss auf der Kamera die Smart Remote Control App installiert sein. Eventuell musst du sie zuerst aus dem Kamera App Store herunterladen. Öffne dann die App und verbinde dein iPhone oder iPad mit dem WLAN Netzwerk der Kamera.

Wenn deine Remote Kamera bereit ist, wechsle in der Stop Motion Studio App in die Kameraansicht und tippe , um die Liste an verfügbaren Kameras zu sehen. Wähle die gewünschte Kamera aus, danach kannst du wie gewohnt mit dem Animieren fortfahren.

Bilder importieren und bearbeiten

Bilder in die Zeitleiste importieren

Du kannst Bilder aus deiner Foto Mediathek oder einer anderen App zu deinem Film hinzufügen. Wenn du die gewünschten Bilder bereits in die Zwischenablage kopiert hast, kannst du in Stop Motion Studio einfach die gewünschte Stelle in der Zeitleiste auswählen und auf Einfügen tippen.

Alternativ kannst du auch auf den Medien hinzufügen Button tippen und dann Bilder hinzufügen auswählen. Wenn du dazu aufgefordert wirst, erlaube der App Zugriff auf deine Bilder. Nun siehst du alle Bilder in deiner Mediathek. Du kannst zwischen den Alben wechseln, indem du oben auf den Titel tippst. Wähle nun die zu importierenden Bilder aus, indem du sie in der richtigen Reihenfolge antippst. Öffne das erweiterte Menü für mehr Einstellungsmöglichkeiten. Hier kannst du alle Bilder aus- oder abwählen, die Auswahl umkehren oder alle Bilder zwischen zwei ausgewählten Bildern markieren. Wähle außerdem aus, ob du die importierten Bilder automatisch auf das richtige Format zuschneiden möchtest.

Tipp: Viele dieser Einstellungen kannst du auch nach dem Import noch anpassen. Ändere die Reihenfolge der Bilder mit den Werkzeugen in der Zeitleiste, oder verändere den Bildausschnitt im Bildeditor.

Du kannst Bilder auch von einer belieben anderen Quelle, etwa einem Dropbox Ordner oder einer anderen App importieren. Tippe dazu im Bilder hinzufügen Fenster auf das Importieren Symbol und wähle das gewünschte Bild aus.

Bilder bearbeiten & retuschieren

Der Bildeditor ist ein mächtiges Werkzeug in Stop Motion Studio, mit dem du die einzelnen Bilder deines Filmes nach deinen Wünschen verändern und bearbeiten kannst. Du kannst Text und Formen hinzufügen, den Ausschnitt des Bildes verändern, das Gesicht deiner Figur animieren oder Elemente aus dem Bild entfernen.

Um mit dem Bearbeiten zu starten, tippe in der Zeitleiste auf das gewünschte Bild und wähle Bearbeiten. Das gewählte Bild öffnet sich nun im Bildeditor und du siehst eine Reihe von Werkzeugen rund um das Vorschaufenster.

In der oberen Leiste befinden sich allgemeine Funktionen des Editors, hier kannst du zum nächsten oder vorherigen Bild wechseln, Bearbeitungsschritte rückgängig machen oder die Werkzeugleiste für die Ebene aufrufen.

Um den Ausschnitt anzupassen ziehe das Bild mit zwei Fingern größer oder verschiebe es mit einem Finger.

Rechts siehst du die einzelnen Ebenen, aus denen sich das fertig bearbeitete Bild zusammensetzt. Zu Beginn siehst du hier nur das aufgenommene Foto, das den Hintergrund bildet. Wenn du mit dem + Button beginnst, Elemente wie Text oder Formen hinzuzufügen, dann werden diese Elemente als neue Ebenen aufscheinen. Es ist immer nur eine Ebene durch einen Farbrahmen als aktiv gekennzeichnet, und die aktive Ebene kann bearbeitet werden. Wenn du ein anderes Element bearbeiten willst, tippe zuerst auf die entsprechende Ebene, um sie auszuwählen. Die verfügbaren Werkzeuge ändern sich je nach ausgewählter Ebene.

Das Bild zurechtschneiden

Wähle die Bildebene , um das aufgenommene Foto zu bearbeiten. Um das Bild zu vergrößern oder den Ausschnitt anzupassen, tippe zuerst auf das Bild. Ziehe an den blauen Griffen zum vergrößern oder verschiebe es mit einem Finger, um den Ausschnitt anzupassen.

In der Werkzeugleiste kannst du das Bild noch weiter nach deinen Wünschen verändern, indem du es spiegelst, rotierst, die Farbe und Helligkeit anpasst oder einen Filter hinzufügst.

Tipp: Beachte, dass sich diese Änderungen immer nur auf das aktuelle Bild beziehen. Eventuell musst du die anderen Bilder dieser Szene auch entsprechend anpassen, damit im Film keine Sprünge entstehen.

Auf das Bild zeichnen

Du kannst Zeichnungen zu deinem Bild hinzufügen, um deiner Figur ein leuchtendes Laserschwert zu verpassen oder ein buntes Feuerwerk auf den Nachthimmel zu zaubern. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Starte mit einer neuen Zeichenebene, indem du auf den Button tippst und Zeichnung auswählst. Du hast nun eine leere Ebene über das Bild gelegt, auf der du mit den neu erschienenen Werkzeugen zeichnen kannst. Wähle Farbe, Deckkraft und Größe des Pinsels aus. Im Farbenmenü findest du eine Auswahl an vordefinierten Farben, du kannst aber auch auf Bearbeiten tippen und deine eigene Farbe mischen. Die zuvor ausgewählte Farbe im Menü wird dann durch deine eigene Farbe ersetzt. Verwende das Pipetten-Tool , um eine Farbe auszuwählen die im Bild vorkommt.

Tippe dann auf , um mit dem Zeichnen zu beginnen. Mit dem Radierwerkzeug kannst du Teile der Zeichnung einfach wieder löschen – oder du verwendest den Rückgängig-Button.

Tipp: Du kannst die Vorschau mit zwei Fingern vergrößern, damit du kleine Details besser malen kannst.

Text, Bilder und Formen hinzufügen

Wenn zeichnen nicht so dein Ding ist oder du klarere Formen möchtest, kannst du auch aus einer Reihe an vordefinierten Formobjekten auswählen. Füge dazu eine neue Ebene vom Typ Form hinzu. In der Werkzeugleiste hast du nun einige Kategorien mit vielen schönen Grafiken zur Auswahl: Sprechblasen, Pfeile, Symbole und geometrische Formen. Tippe einfach die gewünschte Form an, um sie im Bild zu platzieren. Anschließend kannst du mit dem Farbwerkzeug die Farbe verändern und die Form mit den gewohnten Gesten im Bild platzieren und in die richtige Größe bringen.

Tipp: Wenn du eine andere Form auswählst, wird die vorherige Form ersetzt. Du kannst einfach eine neue Formebene erstellen, wenn du mehrere Formen im Bild platzieren willst.

Die Textebene funktioniert ähnlich wie die Formebene. Wähle die gewünschte Schriftart und Farbe und positioniere den Text an der gewünschten Stelle im Bild. Tippe doppelt auf die Vorschau, um den Text zu bearbeiten.

Gesichtsanimationen

Die Gesicht Ebene ist ein praktisches Werkzeug, mit dem du deine LEGO®-Figur sprechen oder ihren Gefühlen Ausdruck verschaffen kannst. Du kannst natürlich schon beim Animieren den Kopf der Figur je nach gewünschtem Gesichtsausdruck austauschen. Dazu brauchst du aber eine große Auswahl an Köpfen, es ist sehr aufwendig und außerdem fehleranfällig.

Wenn du mit der Stop Motion Studio Gesichtsanimation arbeiten willst, musst du die Figur mit einem leeren Gesicht aufnehmen (drehe einfach den Kopf so dass Mund und Augen hinter den Haaren verschwinden).

Wenn du mit der normalen Animation fertig bist, kannst du mit der Gesichtsanimation im Bildeditor beginnen. Füge dazu eine neue Gesicht Ebene hinzu und wähle die für dieses Bild passenden Mund- und Augenelemente aus. Da deine Figur vermutlich nicht immer gerade in die Kamera blickt, kannst du mit dem Drehen-Werkzeug die Rotation des Gesichtes anpassen. Ziehe dann das Gesicht an die richtige Stelle und passe durch Ziehen die Größe an, sodass die Grafik perfekt auf dem Kopf der Figur sitzt.

Diese Schritte kannst du nun für jedes Bild wiederholen. Tausche die Mundformen und Augen so aus, dass sie zu dem passen, was die Figur in diesem Moment gerade spricht und fühlt.

Die Ebenen bearbeiten

Wenn du schon viele Elemente zum Bild hinzugefügt hast, möchtest du vielleicht die Reihenfolge ändern oder einzelne Elemente löschen. All das kannst du in der Ebenenübersicht tun.

Tippe auf die aktuell ausgewählte Ebene (mit dem farbigen Rahmen), um ihre Einstellungen zu öffnen. Hier kannst du die Ebene etwa duplizieren oder löschen.

Die Elemente im Bild sind so angeordnet, dass die Formen der obersten Ebene alle Elemente darunter verdecken. Wenn eine wichtige Ebene – etwa ein Titeltext – von einer Form oder Zeichnung verdeckt wird, dann musst du die Textebene in der Reihenfolge weiter nach oben bewegen. Tippe und halte die Ebene, bis sie sich bewegt. Ziehe sie dann an die gewünschte Position und lasse sie los.

Elemente aus dem Bild entfernen

Manchmal ist es notwendig, dass du Objekte im Bild mit einer Schnur oder einer anderen Stütze befestigst, etwa wenn deine Figur fliegen oder springen soll. Wenn du so eine Szene drehen willst, dann ist es wichtig, dass du zuerst ein „sauberes“ Bild des Sets machst, also nur des Hintergrundes ohne Figuren oder stützende Elemente.

Tipp: Achte bei dem Hintergrundfoto darauf, dass die Belichtung und Schärfe gleich ist wie später mit der Figur. Dafür ist der Kameramodus P gut geeignet. Platziere die Figur in der Szene und setze die Schärfe durch tippen an die richtige Stelle. Danach kannst du die Figur entfernen und ein Foto des unscharfen Hintergrundes aufnehmen.

Danach kannst du die Szene wie gewohnt animieren. Wenn du fertig bist, wechselst du in die Zeitleiste und tippst das erste Bild an, von dem du einen Teil entfernen musst. Wähle dann in den Bildeinstellungen den Radierer . Du siehst nun ein großes Vorschaubild und die Radierer Werkzeuge.

Zuerst musst du das Bild mit dem sauberen Hintergrund als Referenz auswählen. Tippe dazu auf das Rechteck in der oberen Menüleiste und wähle aus der Zeitleiste das passende Bild. Dieses Bild wird nun unsichtbar hinter das Bild mit der Figur gelegt und du kannst beginnen, die unerwünschten Teile des vorderen Bildes zu entfernen. Wähle in der unteren Werkzeugleiste den Radierer mit dem Minus aus und beginne die Teile durch Wischen aus dem Bild zu entfernen. Du kannst auch die Größe des Radierers anpassen oder mit der Vergrößern-Geste in das Bild hineinzoomen, um feine Details zu entfernen.

Wenn du einen Fehler machst, kannst du Teile des ursprünglichen Bildes mit dem Plus-Radierer wieder zum Vorschein bringen. Aber Achtung, sobald du zu einem anderen Bild wechselst, ist dies nicht mehr möglich und die Änderungen sind permanent.

Diese Schritte kannst du nun so lange wiederholen, bis die Schnur oder Stütze in allen Bildern entfernt ist. Du kannst mit den Pfeiltasten in der oberen Menüleiste zwischen den Bildern wechseln. Achte darauf, dass du bei jedem neuen Bild wieder den sauberen Hintergrund auswählst, sonst wird als Standardeinstellung das jeweils vorige Bild als sauberes Bild verwendet.

Bilder verschmelzen

Deine Figuren bewegen sich richtig schnell und du willst das in deinem Film zeigen? Mit der Verschmelzen Funktion kannst du ganz einfach schnelle Bewegungen simulieren. Tippe dazu in der Zeitleiste auf ein Bild und wähle Verschmelzen. Das Bild wird nun mit den zwei vorherigen Bildern verschmolzen. Dadurch bekommen alle Objekte, die sich zwischen den Bildern bewegt haben, eine Art Bewegungsunschärfe, wie sie auch in einem echten Film bei schnellen Bewegungen zu sehen ist.

Tipp: Dieser Effekt funktioniert am besten, wenn die Kamera still bleibt und sich nur die Figur bewegt. Starte dann den Effekt mit dem dritten Bild der Bewegung und wende Verschmelzen auf alle weiteren Bilder an, bis die Figur aus dem Bild ist oder wieder still steht.

Videos importieren & rotoskopieren

Rotoskopie ist eine Animationstechnik, mit der du normale Videoclips in beeindruckende handgezeichnete Animationen verwandeln kannst. Das Video wird dafür Bild für Bild nachgezeichnet, was eine besonders realistisch aussehende Animation ergibt. Nimm zuerst das Video in der Kamera App auf. Wechsle dann zu Stop Motion Studio, öffne dein Projekt und tippe auf den Medien hinzufügen Button . Wähle dann Video und importiere dein zuvor aufgenommenes Video, indem du es antippst.

Tipp: Die App importiert maximal 100 Bilder des Videoclips um den Aufwand für dich überschaubar zu halten. Wenn das Video länger ist, dann werden Bilder übersprungen.

Sobald der Import abgeschlossen ist, kannst du mit dem Rotoskopieren beginnen. Tippe dazu auf den ersten Frame und öffne den Bildeditor . Nun kannst du einen Hintergrund einfügen. Der Hintergrund kann einfärbig sein oder du kannst eines der vorgegebenen Motive verwenden. Damit dein Referenzbild aus dem Video nicht komplett verdeckt wird, musst du nun die Deckkraft der neu hinzugefügten Ebene etwas reduzieren. Schiebe den Deckkraft-Regler nach links, bis du die Figuren wieder gut erkennen kannst. Als nächstes beginnt die eigentliche Rotoskoping Arbeit. Füge eine neue Zeichenebene ein, wähle die gewünschten Pinseleinstellungen und die Farbe und beginne dann, die einzelnen Elemente des Referenzbildes so genau wie möglich nachzuziehen. Je genauer du hier arbeitest, desto besser wird das Ergebnis! Wenn du fertig bist, wechsle in der Bildnavigation zum nächsten Bild.

Tipp: Du kannst dir viel Arbeit ersparen, wenn du Elemente, die sich zwischen den Bildern nicht bewegen, auf eine eigene Zeichenebene legst und diese Ebene dann immer auf das nächste Bild kopierst.

Die Projektübersicht

Die Projektübersicht ist der Startbildschirm der Stop Motion Studio App. Hier kannst du deine aktuellen Projekte verwalten oder ein neues Projekt beginnen.

Tippe auf das Darstellung Symbol, um den Stil und die Sortierung der Übersicht zu bearbeiten. Du kannst die Projekte als große Kacheln oder als Liste darstellen und sie nach Titel, Erstellungsdatum, letztem Änderungsdatum, Dauer oder der Anzahl an Bildern sortieren. So verlierst du auch bei sehr vielen Projekten nicht den Überblick!

Mit einem langen Tippen auf ein Projekt kann dieses ausgewählt werden. Danach kannst du das ausgewählte Projekt teilen, löschen und vieles mehr. Tippe auf den Namen des Projektes, um die Tastatur einzublenden und den Namen zu bearbeiten. Durch ein Tippen auf das Vorschaubild kannst du das Projekt öffnen und weiter daran arbeiten.

Du kannst ein Stop Motion Studio Projekt importieren, das du auf einem anderen Gerät begonnen hast. Tippe dazu das Importieren Symbol und wähle die gewünschte Quelle aus dem Import Dialog. Je nachdem welche Dienste du verwendest, scheinen hier unterschiedliche Optionen auf. Du kannst dein Projekt etwa über iCloud Drive, Dropbox, Google Drive oder andere unterstützte Cloud Dienste importieren.

Tipp: Ab iOS 11 kannst du deine Projekte auch mit der integrierten Dateien App verwalten. Du findest deine Projekte unter Auf meinem iPhone > Stop Motion. Hier kannst du bestehende Projekte kopieren und in die iCloud oder Dropbox bewegen, oder Projekte von anderen Geräten in den Ordner kopieren, um sie zu deinen Projekten hinzuzufügen.

Weitere Funktionen

Alle Funktionen freischalten

Stop Motion Studio bietet eine Vielzahl an spannenden Funktionen wie Green Screen, Tonbearbeitung und Zeichenwerkzeuge. Wenn du die PRO Version der App verwendest, dann hast du bereits Zugriff auf all diese tollen Funktionen.

In der Gratisversion kannst du diese Funktionen im Feature-Store freischalten. Tippe dazu in der Projektübersicht auf das pinke Warenkorb-Symbol. Hier kannst du nun einzelne Funktionen kaufen oder gleich das „Alle Funktionen“ Paket erwerben und damit alle Funktionen auf einmal freischalten.

Falls du die App neu installieren musstest, kannst du mit dem Wiederherstellen Button alle vorigen Käufe erneut freischalten. Stelle sicher, dass du den selben iTunes Account verwendest, mit dem du die Funktionen zuvor freigeschaltet hast.

Tipp: Wenn du kein Fan von In-App Käufen bist, dann kannst du auch im App Store die Stop Motion Studio Pro App herunterladen, die bereits mit allen verfügbaren Funktionen ausgeliefert wird. So kannst du auch alle Funktionen über Family Sharing mit deinen Familienmitgliedern teilen.

Stop Motion TV

Lade die kostenlose Stop Motion TV App auf dem Apple TV, iPad oder iPhone herunterladen, um dich von anderen Stop Motion Filmen inspirieren zu lassen. Stop Motion TV zeigt vielen neue und tolle Filme, die Nutzer mit der Stop Motion Studio App erstellt haben.

Wenn du deinen Film über die Stop Motion Studio App auf YouTube veröffentlichst, erscheint der Film unter dem Menüpunkt Ich in der Stop Motion TV App.

Bedienung mit der Tastatur

Wenn du dein Gerät mit einer Bluetooth Tastatur verbunden hast, kannst du die Stop Motion Studio App mit vielen praktischen Tastaturbefehlen bedienen. Das ist nicht nur viel schneller sondern auch sehr nützlich, weil du dein Gerät dadurch nicht berühren musst und somit den Film nicht unabsichtlich verwackeln kannst.

Drücke die ⌘ Taste, um eine Übersicht über alle verfügbaren Kurzbefehle einzublenden.

Stop Motion Studio für Mac

Die Stop Motion Studio App gibt es auch für den großen Bildschirm! Wenn du deine Stop Motion Filme auf einem leistungsstärkeren Gerät erstellen willst, kannst du dir Stop Motion Studio für Mac aus dem Mac App Store herunterladen.

Die Projekte der mobilen Version sind kompatibel mit der Mac Version. Um Projekte aus der iOS App auf den Mac zu exportieren, gibt es einige Möglichkeiten.

Wähle in der Projektübersicht das Projekt aus, das du auf den Mac transferieren möchtest. Wähle im Export Menü die Option Projekt. Wenn beide Geräte AirDrop unterstützen, kannst du die Datei mit nur einem Tipp auf den Mac kopieren. Wähle ansonsten eine Option wie iCloud Drive oder Dropbox.

Du kannst dein iPhone auch an den Mac anschließen und das Projekt über iTunes auf den Mac kopieren. Klicke dazu in iTunes auf dein Gerät, wähle in der Seitenleiste den Menüpunkt Apps und wähle die Stop Motion Studio App in der Dateifreigabe Liste. Dein Projekt sollte hier aufscheinen, du kannst es nun einfach auf deinem Mac abspeichern.

Wenn du Stop Motion Studio auf deinem Mac installiert hast, kannst du ein mobiles Projekt einfach mit Doppelklick öffnen.

Hilfe

Erste Hilfe

Wenn du Probleme mit der App hast, kann es oft helfen, die App oder das Gerät neu zu starten. Um die App neu zu starten, wechsle in die Multitasking-Ansicht und wische die Stop Motion Studio App nach oben aus dem Bildschirm. Öffne sie anschließend neu.

FAQ

Hier ist eine Zusammenstellung an oft gestellten Fragen, die interessant für dich sein könnten!

Alle Funktionen die ich durch Käufe freigeschaltet habe sind weg!

Keine Sorge, du kannst deine Käufe ganz einfach wiederherstellen. Tippe dafür in der App im Projektfenster auf das pinke Warenkorb-Symbol, um den Feature-Store zu öffnen. Tippe dann auf den Wiederherstellen-Button in der oberen linken Ecke. Eventuell musst du deine iTunes Zugangsdaten eingeben – stelle sicher dass das der selbe Account ist, mit dem du die Funktionen ursprünglich gekauft hast. Selbst wenn du die Funktionen erneut kaufst, wird dir nichts verrechnet, wenn du sie mit diesem Account bereits zuvor gekauft hast.

Ich höre keinen Ton in meinem Projekt!

Sieh nach, ob dein Gerät auf stumm geschaltet ist. Beim iPhone muss dafür der Kippschalter an der linken Geräteseite nach oben gekippt sein, sodass kein roter Punkt zu sehen ist. Am iPad findest du die Einstellung im Kontrollzentrum. Stelle außerdem sicher, dass die Lautstärke auf ein hörbares Level eingestellt ist.

Meine Lieder werden in der Musikauswahl grau dargestellt und ich kann sie nicht zum Projekt hinzufügen!

Leider sind einige Musikstücke rechtlich geschützt, etwa solche die du über ein Apple Music Abo beziehst. Diese Lieder können in deinem Projekt nicht verwendet werden.

Ich kann meinen Film nicht exportieren!

Die App benötigt Zugriff auf deine Fotos, um sie in der Fotos-App zu speichern. Wenn du diese Berechtigung zuvor nicht genehmigt hast, musst du sie in den Einstellungen erneut erteilen. Öffne dazu die Einstellungen-App auf deinem Gerät und scrolle nach unten, bis du die Stop Motion Studio App siehst. Tippe auf den Eintrag und aktiviere dann die Option bei „Fotos“. Anschließend musst du die App eventuell neu starten.

Die Remote Kamera funktioniert nicht!

Wenn sich die Kamera nicht verbindet, öffne das Kontrollzentrum oder die Einstellungen und schalte das WLAN aus. Warte ein paar Sekunden und schalte das WLAN wieder ein. Wenn das nicht hilft, probiere beide Geräte neu zu starten.

Ich kann meinen Film nicht auf YouTube hochladen!

Öffne YouTube in Safari auf deinem Gerät und stelle sicher, dass du angemeldet bist. Sieh außerdem nach, ob Datum und Uhrzeit auf deinem Gerät richtig eingestellt sind. Stelle sicher, dass dein Gerät über WLAN mit dem Internet verbunden ist. Wenn es immer noch nicht funktioniert, kannst du deinen Film in die Fotos-App sichern und von dort auf YouTube teilen.

Mein Film ist zu schnell, wie kann ich ihn langsamer wiedergeben?

Du kannst die Wiedergabegeschwindigkeit in den Einstellungen deines Projektes anpassen.

In der Vorschau werden manchmal Bilder übersprungen!

Je nachdem wie schnell dein Gerät ist und welche Wiedergabegeschwindigkeit (Framerate) du eingestellt hast, können in der Videovorschau einzelne Bilder ausgelassen werden. Dies passiert automatisch, damit die Bilder und der Ton synchron bleiben. Keine Angst, wenn du den Film exportierst werden darin alle Bilder richtig angezeigt!

Email

Du hast eine Frage über die Verwendung von Stop Motion Studio. Sende uns eine Email an support@cateater.com.